Persönliches

Stefanie Vogelsang wurde am 25. April 1966 als Tochter einer Konditormeisterin und eines Bäckermeisters in Bielefeld geboren. Im heimischen Elternhaus wuchs sie mit ihrer Schwester, heute Geschäftsführerin einer mittelständischen Datenverarbeitungsfirma, auf. In Münster und Bonn studierte sie Politikwissenschaften, Volkswirtschaft und Philosophie.

Fasziniert von den Ereignissen im Jahr 1989 und der Politik von Helmut Kohl trat sie im Wendejahr in die CDU ein. Erste politische Erfahrungen sammelte sie als Referentin im Deutschen Bundestag in Bonn. Dort arbeitete sie von 1989 bis 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin mehrerer Abgeordneter, vor Allem für den Neuköllner Dankward Buwitt.

1995 übernahm Stefanie Vogelsang dann selbst politische Verantwortung. In Neukölln wurde sie Bezirksstadträtin für Gesundheit und Soziales. Im Jahr 2001 wurde sie zur Stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin gewählt und erhielt im Bezirksamt die Zuständigkeit für den Bereich Bauwesen. Im Jahr 2006 sorgte Vogelsang bundesweit für Schlagzeilen, als sie einem geplanten Moscheebau in Neukölln die Baugenehmigung verweigerte, da der Antragsteller in engen Verbindungen mit der radikalen Muslimbruderschaft stand. Nach der Wahl 2006 blieb Vogelsang Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin mit der neuen Zuständigkeit für Gesundheit und Bürgerdienste.

Nach einem erbitterten Machtkampf in der Berliner CDU im Jahr 2008 forderte Vogelsang einen klaren Neuanfang und ein Ende der so genannten „Kungelrunden“. Ihre klare Linie belohnte die Parteibasis auf einem Nominierungspartei im November 2008, als sich Vogelsang gegen den ehemaligen Landesvorsitzenden Ingo Schmitt in einer Kampfkandidatur um den aussichtsreichen Listenplatz 3 der Berliner CDU für die Bundestagswahl 2009 durchsetzte.

Im Juni 2009 verlor Vogelsang ihr Mandat im Bezirksamt. In einer beispiellosen Intrige — die der CDU-Landesvorstand später einstimmig als parteischädigend verurteilte – hatten einige wenige CDU-Bezirksverordnete einen Abwahlantrag gegen sie gestellt. Dieser wurde dann mit der Mehrheit von Linkspartei, SPD und Grünen beschlossen.

Stefanie Vogelsang will ihre erfolgreiche Arbeit für die Menschen in Neukölln nun im Deutschen Bundestag fortsetzen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern lebt sie im Neuköllner Ortsteil Buckow.